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Römische Thermen von Alauna

Die imposanten Überreste der Thermen der früheren altertümlichen Siedlung Alauna, die im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung errichtet wurden, zeigen die Bedeutung von Valognes in der Römerzeit. Das Gebäude hat einen symmetrischen Plan und besitzt etwa zehn Räume, darunter ein Dampfbad, ein warmes und ein kaltes Schwimmbecken. Das Mauerwerk ist in einer Höhe von bis zu zwölf Metern erhalten und zeigt die gepflegte Arbeitweise, sowie Fundamente aus kleinen kubischen Steinblöcken und Ziegelschichten.
Erneuert 2001

 Alleaume

Notre-Dame d'Alleaume Kirche

Die frühere Gemeinde d'Alleaume hat ihren Namen von der altertümlichen Siedlung d'Alauna, an deren Stelle sie sich befindet. Die ursprüngliche romanische Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte umgearbeitet und vergrößert, insbesondere mit seitlichen Kapellen im 16. Jahrhundert und einer eleganten Fassade im 18. Jahrhundert. Sie hat einen halbkreisförmigen Altaraufsatz, der mit polychromen Terracotta-Statuen geschmückt ist und überraschend barock wirkt. Eine hundertjährige Eibe wacht über den Friedhof, der zahlreiche Grabsteine mit diverser Architektur und Dekor enthält.

Gemeindekirche Saint-Malo

Die Gemeindekirche Saint-Malo wurde erstmals in der Charta des Herzogs Guillaume le Bâtard in der Mitte des 11. Jahrhunderts erwähnt. Das gegenwärtige Kirchenschiff wurde im Lauf des 15. Jahrhunderts neu gebaut und hat eine langläufige Form mit mächtigen Stützkolonnen, die von einer Krypta als Fundament noch verstärkt werden. Das Innere überrascht mit seinen spektakulären Bogenwölbungen über den großen Arkaden, die die Gehgalerie auf der Höhe der großen Kirchenfenster tragen. Die restaurierten Teile bilden einen Kontrast zu der klaren Eleganz des Kirchenschiffs, das nach den Bombenangriffen 1944 wieder aufgebaut wurde. Der Architekt Yves-Marie Froidevaux wählte eine resolut moderne Bauweise, bei der elegante Betonstützpfeiler das Gewölbe stützen und dem Ganzen ein weitläufiges, lichtumflutetes Volumen geben.

Eglise St Malo
Musée du cidre

Grand-Quartier Haus

Nationales Cidre-Museum
Das "Grand-Quartier" Haus erhielt seinen Namen von der königlichen Kaserne, die ihm im 18. Jahrhundert zugeteilt wurde. Es befindet sich am Flussufer und war ursprünglich das Wohnhaus eines Färbemeisters. Das Haus ist ein bemerkenswertes Beispiel eines Handwerksgebäudes am Ende des Mittelalters, dessen innere Raumaufteilung noch erhalten ist. Die Weitläufigkeit des Gebäudes mit seinem spiralförmigen Treppenhaus, seinen hohen Kaminen und Maßwerkfenstern bezeugen die wirtschaftliche Prosperität von Valognes zu Beginn des Mittelalters. Im Grand-Quartier Haus befindet sich heute das regionale Cidre-Museum mit der umfangreichsten französischen Kollektion des "blonden Goldes der Normannen".

Rue du Grand-Moulin

In der Rue du Grand-Moulin reihen sich am Fluss Merderet entlang Handwerkerhäuser des 15. bis 17. Jahrhunderts. Die Tätigkeit der meisten Bewohner betrafen die Bearbeitung des Leders. Die "Parcheminerie" (Nr. 21), in der sich heute die Räume des "Pays d'Art et d'Histoire" befinden, war auf die Produktion von Material für offizielle Akten spezialisiert, die damals vielfach von den in Valognes etablierten königlichen Verwaltungsstellen hergestellt wurden. Das Gebäude selbst ist der Renaissance zuzuordnen, mit einem viereckigen, nach der Strasse orientierten Treppenhaus. Die Grosse Mühle (Nr. 16), deren Existenz bis zum 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, ist noch heute mit einem komplexen Wasserspeicher- und Kanalisierungssystem verbunden, das die nötige hydraulische Energie für ihren Betrieb liefert. In dem daran angeschlossenen Hof sind noch die Wannen und Färbebecken der Färbemeister zu sehen.

Rue du Grand-Moulin
Entrée de l'Hotel Dieu de Valognes

Früheres Hôtel-Dieu

Das Hôtel-Dieu (Zentralkrankenhaus) von Valognes wurde 1497 gegründet. Der Erbauer Jean Lenepveu "Diener Gottes, Bürger und Einwohner von Vallongnes" erhielt hierzu die Unterstützung von Jeanne de France, der nichtehelichen Tochter von Ludwig XI. Die Institution wurde dem Hospitalorden Saint-Esprit unterstellt und dauerte bis 1687 an. In diesem Jahr wurde ein neues Krankenhaus gebaut. Nach der Revolution wurde das Gebäude in eine Militärkaserne umgebaut und um 1880 in eine Pferdezucht. Die gotische Kapelle wurde an die Südseite des Krankengebäudes angebaut. Beide waren durch ein laterales Portal miteinander verbunden. Im ehemaligen Hôtel-Dieu befindet sich heute ein Freizeit- und Kulturzentrum.

Alte königliche Benediktinerabtei

Die Benediktiner flohen im Jahre 1626 aus Cherbourg vor der Pest, wurden in Valognes mit Freuden aufgenommen und erhielten zahlreiche Donationen. Die Kirche wurde ab 1635 gebaut und 1648 eingeweiht. An der Fassade ist ein schönes Barockportal mit zwei übereinander angebrachten Pilastern zu sehen, mit einer beeindruckenden Vielfalt von Bossagen. Das Wohnhaus der Äbtissin ist ein schönes, regelmäßig angelegtes Gebäude mit gerundeten Ketten und langen horizontalen Bändern. Die anderen Abteigebäude sind mit einer Arkadengalerie um das Kloster herum angebracht. Die alte Benediktinerabtei wurde während der Revolution konfisziert und dient seit 1810 als Krankenhaus von Valognes.

 Abbaye
 Abbaye

Abteil Notre Dame de Protection

Die Abtei Notre Dame de Protection wurde ursprünglich von einer Gemeinschaft Kapuzinermönche erbaut, die seit 1630 in Valognes anwesend waren. 1789 galt der Bettlerorden als nicht mehr zeitgemäß und die letzten Mönche gingen ins Exil nach Jersey. Das Kloster wurde wenig später von den Benediktinerinnen gekauft, die ihrerseits während der Revolution aus ihrem ersten Kloster vertrieben worden waren. Die Kirche wurde bei den Befreiungskämpfen bombardiert und von 1955 bis 1957 von dem Architekten Jacques Prioleau restauriert. Die Fenster wurden von Léon Zack gearbeitet. Die Kirche besitzt einen  beeindruckenden Altaraufsatz mit einem Gemälde von Laurent de la Hyre, einem der Meister der französischen Malerei des Grand Siècle.

Altes Priesterseminar - Henri Cornat Gymnasium

Das Priesterseminar von Valognes, ehemals eines der bedeutendsten der Normandie, wurde ab 1654 an Stelle des alten Schlosses der Bischöfe von Coutances errichtet. Jedoch wurde es kurz später wegen Anklagen von Jansenismus gegen seinen Gründer, den Abt von Luthumière, wieder geschlossen und in eine Mittelschule umgebaut, bevor es 1969 staatliches Gymnasium wurde. Die klassisch eleganten Gebäude sind um einen großen Hof gruppiert, den man durch ein großes mit Voluten gekröntes Portal betritt. Der von hohen Mauern umschlossene Park hat altehrwürdige Bäume, mauerumgrenzte Gehwege, eine eigenartige Sonnenuhr und eine sehenswerte Bienenmauer.

Lycée Henri Cornat
Hotel de Beaumont

Hôtel de Beaumont

Das Hôtel de Beaumont wurde von 1767 bis 1771 von dem Architekten Raphaël de Lozon erbaut, der teilweise das alte Gebäude mit benutzte. Es hat seinen Namen von dem Auftraggeber Pierre-Guillaume Jallot, Graf von Beaumont. Nach dem Hof zu hat die Fassade eine konvexe, zweistöckige, übereinander angeordnete Bauart mit weiten Öffnungen. Sie ist von einem Wappenzeichen gekrönt. In diesem reichen Bauwerk ist eine spektakuläre Treppe angebracht, deren zwei parallele Aufgänge im zweiten Stock ineinander laufen und als einheitliche überhängende Treppe weiter nach oben führen. An der hinteren Fassade sieht man eine der Göttin Cybele gewidmete Skulptur, und sie führt nach weitläufigen französischen Gärten.

Hôtel de Grandval-Caligny

Das Hotel wurde von Adrien Morel de Courcel Anfang des 18. Jahrhunderts um einen großen Innenhof herum erbaut und ist durch eine bedeckte Passage erreichbar. Das Hauptgebäude am hinteren Ende des Hofes öffnet sich nach einem eleganten französischen Garten hin. Es ist durch eine Säulenterrasse an den nach der Strasse hin orientierten Teil des Gebäudes angeschlossen und von einer Arkadengalerie von äußerst theatralischem Effekt geschmückt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts baute Anthénor-Louis Hue de Caligny einen seitlichen Pavillon an das Hotel an und richtete Pferdestallungen ein. Von 1871 bis 1887 mietete der Schriftsteller Jules Barbey d'Aurevilly das erste Stockwerk, wo er sein Werk "Les Diaboliques" schrieb.

 
Musée de l'eau de vie

Hôtel de Thieuville

Museum für Eau-de-Vie und Alte Handwerke
Das Hôtel de Thieuville erstreckt sich langflächig zwischen einem großen Innenhof und dem Fluss Merderet, der an der hinteren Fassade entlang fließt. Dieses Gebäude des 18. Jahrhunderts, in dem Teile eines Renaissance-Gebäudes enthalten sind, beherbergt heute die ansehnlichen Kollektionen des Museums für Eau-de-Vie und Alte Handwerke: Destilliermaschinen, alte Kostüme, einen alten Gemischtwarenladen, Werkzeuge für Fassbau, Lederarbeiten und Schuhmacher. Die Räume im Obergeschoss haben noch die Originaltäfelung.

Stadtbücherei

Die Stadtbücherei wurde 1715 von Julien de Laillier, Abt und Pastor von Valognes gegründet und befand sich zunächst im Priesterseminar. Sie wurde während der Revolution mit Beständen der Religionsgemeinschaften bereichert und 1830 in ihr heutiges Gebäude umgesiedelt. Die alten Hallen wurden vor kurzem eingegliedert. Sie umfasst einen renommierten Bestand alter Werke. Im Untergeschoss ist eine Steinkollektion zu sehen, unter anderem der berühmte Altarstein mit metrischer Inschrift der alten Merovingerabtei von Ham, "dem ältesten literarischen Dokument der Normandie" (7. Jahrhundert).

bibliotheque

Justizpalast

Der Justizpalast von Valognes wurde ab 1834 an Stelle des allgemeinen Krankenhauses des 18. Jahrhunderts erbaut. Auf der Westseite erhielt er ein Gefängnis, das 1944 zerstört wurde. Seine neoklassische Architektur mit korinthischer Front öffnet auf eine weitläufige Wartehalle mit zenithaler Beleuchtung, konzipiert von dem Architekten H. Van Cleemputte.



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